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Lappeenranta zur grünsten Stadt Europas gewählt

Der Sieg kam in der European-Green-Leaf-Serie, in der Städte mit weniger als 100.000 Einwohnern gegeneinander antraten. An dem Wettbewerb nahmen Städte teil, deren Klimapolitik und -maßnahmen vorbildlich und nützlich sind. Lappeenranta kämpfte zum zweiten Mal um den Sieg. Zum Sieg führte, dass Lappeenranta neue Wiesen angelegt, in Parks Bäume pflanzte und Naturpfade anlegte. Darüber hinaus ist es der Stadt gelungen, Müll nachhaltig zu recyceln: Bereits 100 Prozent des Hausmülls werden verwertet. Der Dank für den Sieg gilt auch der Lappeenranta-Lahti-Universität für Technik, LUT University, die neben der Entwicklungsarbeit neue Unternehmen in der Stadt gegründet hat, die in saubere Energie investieren. Finnische Städte haben sich in den letzten Jahren als Umweltstädte hervorgetan. Vor einem Jahr wurde Lahti zur Europäischen Umwelthauptstadt 2021 gewählt. In diesem Jahr gehörte die Ehre der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Lappeenranta mit 72.000 Einwohnern erhält für seinen Gewinn einen Preis von 75.000 Euro. In der Stadt sind für das nächste Jahr 50 verschiedene Umweltveranstaltungen geplant. Die BBC nannte den weltweit größten Umweltpreis den „Nobelpreis für Umwelt“ – mehr als 54 Millionen Euro werden über zehn Jahre verteilt.

Top-Index-Ranglisten für 2020: Happiness, Smart City, Energy Transition

Happiness

Im dritten Jahr in Folge wurde Finnland vom Global Happiness Report 2020 zum glücklichsten Land der Welt gekrönt.

Smart City

Helsinki belegte den zweiten Platz im Smart City Index 2020, der die technolo- gische Ausstattung von 109 Städten welt- weit auf der Grundlage einer Reihe von wirtschaftlichen und technologischen Daten bewertete.

Energy Transition

Finnlands dritter Platz im Energy Transition Index 2020 deutet darauf hin, dass sich das Land stetig auf dem Weg zu einem sicheren, nachhaltigen, erschwinglichen und integrativen zukünftigen Energiesystem befindet. Wettbewerbsfähigkeit von Talenten als eines der zehn Länder, die im Talentwettbewerb welt- weit zu den Top 10 gehören, ist Finnland bereit, sich der Zukunft der stark von der künstlichen Intelligenz geprägten Arbeit zu stellen. Dank seiner fortschrittlichen Fähigkeit, Talente im Zeitalter der künstlichen Intelligenz (KI) zu entwickeln, anzuziehen und zu halten, sicherte sich Finnland den siebten Platz im Global Talent Competitiveness Index 2020 der Adecco Group. Startup-Ökosystem

Der Großraum Helsinki machte Anfang dieses Jahres Schlagzeilen, als er im Global Startup Ecosystem Report 2020 by Startup Genome als weltweit viertattraktivstes aufstrebendes Ökosystem für Startups eingestuft wurde.

Quelle: GoodNewsFinland: https://www.goodnewsfinland.com/feature/five-from-finland-top-index-rankings-for-2020/

 

Finnland will zwei neue Standorte zum Nationalparknetz hinzufügen

Das Umweltministerium hat Gebiete in Lappland und Kanta-Häme vorgeschlagen, die die nächsten Nationalparks Finnlands werden sollen. Die zuständige Ministerin sagte, dass das Ministerium auf der Grundlage der Prüfung einer Reihe von Vorschlägen Gebiete in Sallatunturi (im östlichen Lappland) und ein Waldgebiet in Evo (in der Region Kanta-Häme) als Finnlands nächste Nationalparks vorgeschlagen habe. Der Schritt ist Teil eines umfassenderen Regierungsplans zur Erweiterung des Nationalparksystems des Landes.

Finnische Künstler erhalten drei Preise des Nordischen Rates

Jedes Jahr vergibt der Nordische Rat Preise für Literatur, Film, Musik, Umwelt sowie Kinder- und Jugendliteratur. Die Gewinner erhalten eine Statuette und 355.000 Dänische Kronen – rund 47.000 Euro. Der Literaturpreis ging an die Autorin Monika Fagerholm für ihr schwedischsprachiges Buch „Vem dödade bambi?“ („Wer tötete Bambi?“), das als „stilisierte, mit inbrünstiger Energie geschriebene Moralgeschichte“ beschrieben wird. Das Buch spielt vor den Toren Helsinkis und befasst sich mit den gut betuchten jungen Tätern einer Gruppenvergewaltigung und den Bemühungen ihrer Eltern, alles wieder in Ordnung zu bringen. Der diesjährige Kinder- und Jugendliteraturpreis ging an die finnische Illustratorin Jenny Lucander für ihre Zusammenarbeit mit dem schwedischen Autor Jens Mattsson an einem Bilderbuch mit dem Titel „Vi är lajon!“ („Wir sind Löwen!“). Die Jury sagte, dass Lucanders Werk an die Traditionen der finnisch-schwedischen Künstlerin und Autorin Tove Jansson erinnere, „aber mit einem völlig neuen Ausdruck voller origineller Perspektiven, Strichzeichnungen, Farbwahl und Charaktergestaltung“.

Quelle: NewsNowFinland (englisch): https://newsnowfinland.fi/finland-international/finnish-artists-scoop-three-nordic-council-prizes

Homeschooling ist gar nicht so schwer – zumindest in Finnland

Rechnenlernen auf dem iPad und Präsenzunterricht über Video: In Finnland war das während des Lockdowns möglich. Während sich in Deutschland die Lernzeit der Schüler fast halbierte, ist sie in Finnland nur minimal gesunken. Umgang mit digitaler Technik ist Bestandteil des Lehrplans an der Uni. Rund sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts gibt Finnland für Bildung aus, das meiste Geld fließt in die Digitalisierung. In Deutschland sind es deutlich weniger, nur 4,3 Prozent, wenn auch mit steigender Tendenz. Große Unterschiede gibt es aber nicht nur in der technischen Ausstattung, sondern auch in der Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer: Alle Bewerber auf einen Studienplatz auf Lehramt müssen ein mehrstufiges Auswahlverfahren bestehen, in dem auch die pädagogischen und sozialen Fähigkeiten geprüft werden. Nur etwa jeder oder jede Zehnte wird genommen. Der Umgang mit digitaler Technik ist Bestandteil des Lehrplans an der Uni. Die jüngeren Lehrer geben älteren, noch nicht so technikversierten Kollegen in einem Tutorenmodell Nachhilfe. Am Jahresende werden sie dafür mit einer Bonuszahlung belohnt.

Quelle:„DieZeit“, Bericht von Elise Landschek, 24. September 2020

Klimaschutz per App

Finnland ist für technologischen Fortschritt und Klimabewusstsein bekannt. Beides wollen die Men- schen in der finnischen Stadt Lahti verbinden. Sie überwachen ihren CO2-Fußabdruck, um klimaschädli- che Emmissionen zu senken – per Smartphone-App: Niko Suuvisilta checkt noch schnell seine Whats- App-Nachrichten, wie das Wetter morgen aussieht in Südfinnland – und: für wieviel ausgestoßenes CO2 er heute schon verantwortlich ist. Ein gutes Kilo, ein ordentlicher Wert sei das, findet der 28-Jährige und wirft nochmal einen Blick auf sein Smartphone: „Das ist unsere CitiCAP-App. Ich sehe hier auf einen Blick meinen individuellen CO2-Ausstoß. Die App erkennt und speichert automatisch, wie ich mich fortbewege: ob ich gehe, mit dem Rad fahre, das Auto nehme oder einen Zug. Nehmen wir den heutigen Tag: Hier sieht man, dass ich gegangen bin, dann waren zwei Stunden ohne Bewegung, dann habe ich den Bus zur Arbeit genommen. Wenn ich das jetzt anklicke, sehe ich genau auf einer Karte, wo und wie lange ich unterwegs war – und dass ich mit der Busfahrt 1,1 Kilogramm CO2 ausgestoßen habe.“

Quelle: Deutschlandfunk https://www.deutschlandfunk.de/lahti-in-finnland-klimaschutz-per-app.795.de.html?dram:article_id=483028

Finnischer Tango – Das Duo Lehtojärven Hirvenpää in Bochum

Finnischer Tango im Trauzimmer der Marina, das Duo Lehtojärven Hirvenpää singt vom „unstillbaren Hunger nach Leben“.

Das stand als Titel im Hellweger Anzeiger, Bergkamen.
Der Redakteur Klaus-Dieter Hoffmann beschrieb das Konzert, das am 21.10.19 stattfand und hier auszugsweise wiedergegeben wird:

Sie kamen aus den verschneiten Wäldern Lapplands im hohen Norden Finnlands, doch ihre Musik und noch mehr die Geschichten, die Jaakko Laitinen und Harri Kuusijärvi vom finnischen Duo „Lehtojärven Hirvenpää“ am Montagabend im Trauzimmer der Marina erzählten, waren alles andere als unterkühlt. Ganz im Gegenteil.

In Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat Bergkamen hatte einmal mehr die Vorsitzende vom Bezirk der Deutsch-Finnischen Gesellschaft in Bochum-Witten, Elfi Heua, zu einem Abend mit traditioneller finnischer Musik ins Trauzimmer eingeladen.

„Nur mit dem Tango konnten wir Finnen über das reden, was wir vor den russischen und deutschen Besatzern nicht aussprechen durften, denn nur mit unserem „Finnischen“ Tango können wir all unsere Gefühle ausdrücken, die es in der Einsamkeit Finnlands gibt“, antwortete und erzählte Sänger Jaakko Laitinen mit beeindruckender Bassstimme.

In seinem Repertoire hat das Duo „Lehtojärven Hirvenpää“ zugleich klassische Traditionals, wie auch moderne Eigenproduktionen.

Und was Jaakko Laitinen mit seinen Worten nicht auszudrücken vermochte, erzählte Harri Kuusijärvi mit den virtuosen Klängen auf seinem Knopfakkordeon und gelegentlich mit einem dezent-leisen „Whistling“.

Spätestens, als das Duo noch einige flotte „Humppas“, der finnischen Variante des Foxtrotts, anstimmte, kam bei so manchen ein unstillbares Verlangen auf. Und es wurde Zeit, die Stehtische im Trauzimmer beiseite zu räumen, damit die Tanzbegeisterten unter den Zuhörern nun endlich einen waschechten „Humppa“ auf’s Parkett legen konnten.

Mit Finnlands heimlicher Tango- Hymne „Satumaa“ endete das Konzert.

45 Jahre Bezirksgruppe Bochum-Witten

von Jürgen Mannherz

Wir haben am 13.Oktober 2019 Geburtstag gefeiert; unsere Gruppe ist 45 Jahre alt geworden.

In Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde Bochum-Nord fand die Feier in der Erlöserkirche Bochum-Hiltrop und dem dortigen Gemeindehaus statt. Die Kirche verfügt über eine 90jährige Faust-Orgel spätromantischer Disposition, sie wurde 2007 aufwändig restauriert unter Beibehaltung ihres spätromantischen Charakters. Unsere Vorsitzende Elfi Heua konnte Herrn Dr. Hans-Christian Tacke, den Organisten ihrer Heimatgemeinde Bergkamen gewinnen, der uns ein Programm mit überwiegend finnischen Komponisten präsentierte. Wir hörten Werke von Torsten Stenius, Heikki Klemetti, Oscar Pahlman, Frederik Isaksson, Selim Palmgren, Oskar Merikanto, Jean Sibelius, aber auch J.S.Bach und auch Nightwish (ein Arrangement von Dr. Tacke).

Zu Beginn begrüßte der Gemeindepfarrer Herr Sonneborn, die ca. 100 Gäste und betonte seine Freude, Gastgeber dieser Geburtstagsfeier zu sein. Der Organist gab eine kurze Erklärung der Orgel und der Stücke, die er spielte.

Im Anschluss lud die Vorsitzende ins Gemeindehaus zu Sekt und Kaffee ein; fleißige Finninnen hatten eine Menge Zimtschnecken und Karjalan piirakkat gebacken; etwa 50 Gäste griffen gerne zu.

Hier wurden Grußworte verlesen von Herrn Denis Radtke, Mitglied der europäischen Union und zuständig für das Ruhrgebiet. Michael Giesen von der Bezirksgruppe Düsseldorf war wegen Krankheit abwesend, grüßte und beglückwünschte uns aber schriftlich. Werner Partner sprach ein Grußwort und der Hausherr Pfarrer Sonneborn bot sein Haus für künftige Feiern der DFG an.

Erfreulich war, dass unter den Gästen auch junge Leute und Jugendliche waren. Wichtig waren für viele das Wiedersehen und die Gespräche mit Freunden, die man länger nicht gesehen hatte. So diente diese Geburtstagsfeier auch der Festigung der Beziehungen und dem Zusammenhalt in der DFG.

Bärenfestival 2019 in Ilomantsi

Ein Kulturereignis der ganz besonderen Art: Das Bärenfestival in Ilomantsi

von Beate Erwien-Schrotmann

An sieben verschiedenen Örtlichkeiten fand in diesem Jahr Mitte August das sechste Bärenfest statt.

Dass ausgerechnet Ilomantsi sich als Austragungsort etabliert hat, kommt nicht von ungefähr; denn Bärenbesuch ist in dieser kleinen Stadt nichts Ungewöhnliches. Bekannte, die in der Kommune Ilomantsi, jedoch im Nirgendwo, eine kleine Farm bewirtschaften, erzählten uns noch vor wenigen Tagen bei ihrem Besuch, dass sie häufig Bären zu Gesicht bekommen, weil sie am Rand der Felder stehen oder ihre großen Tatzen ihre Spuren hinterlassen haben. Auch ihre riesige Hinterlassenschaft ist nicht zu übersehen. „Im wilden Nordkarelien hat jeder Ort seine eigenen Bären“, meinte Pirjo.

Als wir am zweiten Tag des Wettbewerbs der Bärenbildhauermeisterschaft aus unserem Fahrzeug steigen, hörte sich die Geräuschkulisse an, als sei ein Hornissenschwarm in der Nähe. Zum Thema „GoBearGo“ liefen die Kettensägen, raspelten die Bohrer und Winkelschleifer, schurbelten die Schleifmaschinen, und so manches Werkzeug war aus alten Teilen zu neuer Anwendung umfunktioniert worden. Es flogen die Späne und so manchem Künstler rann vor Anstrengung der Schweiß von der Stirn. So ganz nebenbei spielte sich auch so manches Drama ab, wenn eine andere Kettensäge zum Einsatz kommen sollte und partout nicht mehr anspringen wollte.

Dies sind die Voraussetzungen zur Teilnahme: Die Skulptur muss aus dem vom Veranstalter zur Verfügung gestellten Holzblock angefertigt werden. Die Teilnehmer dürfen ihrer Skulptur keine anderen Materialien hinzufügen oder die Oberfläche mit Farbe oder Schutzbehandlung versehen. Die Oberfläche kann vorsichtig mit einem Gasbrenner behandelt werden, die Verwendung eines offenen Feuers ist jedoch verboten. Die Wettkämpfer dürfen einmal vor Wettkampfbeginn den Holzblock wechseln. Die Teilnehmer müssen mindestens schnittfeste Hosen und Sicherheitsschuhe sowie Gehör- und Augenschutz tragen. Die Wettkämpfer müssen ihre eigene Sicherheitsausrüstung zum Wettkampfgelände mitbringen. Jeder Teilnehmer muss sicherstellen, dass er voll versichert ist. Die Bildhauer müssen sich verpflichten, Rücksicht zu nehmen auf die eigene Sicherheit, die anderer Konkurrenten und des Publikums.

Wie unterschiedlich jeder Künstler dann aus seinem dicken langen Baumstamm das Thema angeht, ist schon erstaunlich: Ein Bär auf einem Segway, zwei Künstler ließen den Bären surfen, einer ihn schaukeln, ein weiterer saß in einem Ruderboot, ein Bär spielte Akkordeon, zwei tanzende Bär, ein Bär mit Hockeyschläger, zwei Bären in inniger Umarmung, ein Bär auf der Pirsch, ein Dompteur auf zwei Bären reitend. Insgesamt wetteiferten mehr als 30 Teilnehmer um die ersten drei begehrten Plätze.

Bemerkenswert war für uns die riesige Altersspanne: der Jüngste war Anfang 20, der Älteste Mitte 70.

Zur gleichen Zeit fand entlang der „Hauptstraße“ das „Wild Food Festival“ statt. Hier hatten Privatleute die Chance, für zwei Tage in einem quasi Mini-Restaurant ihren eigenen Kreationen anzubieten. Wir aßen z.B. von einem Insel-Nachbarn des Koitere-Sees ein kleines „Potpourri“ aus einer köstlichen Fischsuppe, einer speziellen Scheibe Brot mit Zwiebel und Fisch aus dem See und Bärenfleisch in Tomatensoße.

So lernten wir auch weitläufige Nachbarn kennen. Es gab Stände mit finnischem Sekt aus Beeren, Erdbeeren oder Rhabarber. Imker und private Marmeladen-Produzenten boten ihre Produkte an, und besonders hübsch anzuschauen waren die Stände mit finnischen Beeren, essbaren Kräutern und speziellen Pilzen. Auch ein Koch-Wettbewerb, selbstverständlich nur mit Zutaten wie wilden Beeren, Kräutern, Pflanzen und Pilzen, fehlte nicht. Nachmittags bot ein ökumenischer Chor aus Lutheranern und Orthodoxen musikalische Untermalung. Auf dem Marktplatz wurden ferner handwerkliche Produkte angeboten, z.B. Körbe aus Birkenrinde, naturgefärbte Wolle und selbstgewebte Läufer. Es gab Workshops für Makramee und Weben sowie zum Thema Wildkräuter, natürlich mit Gang durch die Natur.

Es war uns eine Freude, viele unterschiedliche Künstler bei der Erschaffung ihres Werkes über einen ganzen Tag mit zu erleben, Freunde und Bekannte zu treffen und Gespräche mit Unbekannten zu führen. Beim Lunch saßen wir im Café neben dem sympathischen „Künstler Nr. 3“, der uns erzählte, dass das Erschaffen solcher Kunstwerke sein Broterwerb ist. Er zieht mit einem Van und seinem erforderlichen Equipment durch Finnland, besucht ähnliche Veranstaltungen und kann vom Verkauf seiner Kunstwerke gut leben.

Das sind nun die Gewinner des Festivals: (diese Fotos wurden auf der Website veröffentlicht):

1. Platz: Markku Tuominen, Nurmijärvi

2. Platz: Igor Kyllinen, Oulu

3. Platz: Erkki Rytkönen, Iisalmi

Übrigens gab es im typisch karelischen Restaurant Parppeinpirtti zur Feier des Tages ein Bärenbankett mit musikalischer Untermalung und landestypischen Darbietungen. Das Bankett sollte etwas für harte Männer und dicke Brieftaschen sein.

Bei diesem Fest hatte jeder Besucher eine gute Gelegenheit, karelische Lebensart und die Mentalität der Nordkarelier kennenzulernen: Naturverbundenheit, das Sammeln von Beeren und Pilzen, die Vorliebe für die Jagd und die Leidenschaft für das Fischen, die Freude an der Kommunikation.

Tyrjänsaari, 19.08.2019

Seniorenaustausch – warum nicht?

Ende Januar erreiche mich eine Mail von Paula Schuth, SSYL. Eine finnische Rentnerin suchte eine Möglichkeit, Zeit in einer deutschen Familie zu verbringen, um ihre Deutschkenntnisse aufzufrischen. Seit über 15 Jahren suche ich Gastfamilien für finnische Gastschüler in Nordrhein Westfalen (Programm von SSYL und DFG).  Zusätzlich einen Seniorenaustausch anzustreben hatte ich schon länger im Sinn. 

Wir, Achim und Christa, sind ein Ehepaar (75 und 72 Jahre alt) und unsere Kinder sind schon länger aus dem Haus. Platz haben wir genug und wir haben Pirjo spontan zu uns ins Bergische Land eingeladen.

Mehrere Mails gingen hin und her. Dann kam Pirjo Mitte März für 10 Tage zu uns. Es war eine schöne Zeit. Pirjo spricht sehr gut Deutsch und wir mussten nur selten ein Wörterbuch zu Hilfe nehmen. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt, es hat fast nur geregnet. Wir hätten Pirjo gerne mehr vom Bergischen Land gezeigt. So hat sie nur den Altenberger Dom, die Altstadt  Lennep, die Wuppertalsperre, Schloß Burg, die Müngstener Brücke und Wuppertal gesehen. Dafür habe ich aber von ihr gelernt, wie man Korvapuusti und Karjalanpiirakka backt.